Adventsausflug ins Glockenmuseum

 

 

 

Eine kleine Tradition haben die zum Abend hin gelegten Adventsausflüge des Mössinger Denkmalvereins als Abschluss eines Jahres. Letzten Samstag ging es in Fahrgemeinschaften in das Glockenmuseum in der Stiftskirche zu Herrenberg. Schon der Aufstieg in der Abenddämmerung, über den weihnachtlich erleuchteten Marktplatz, hinauf zur erhaben, unterhalb des ehemaligen Schlosses der Pfalzgrafen von Tübingen, thronenden und weit ins Gäu hinaus sich zeigenden Stiftskirche, führte die Besuchergruppe aus Mössingen über verschneite und vereiste Wege und Treppen in eine weihnachtliche, besinnliche Stimmung. Mit über 30 läutbaren Glocken und einem zusätzlichen fünfzigstimmigen Carillon, dazu hin etliche nur ausgestellte Glocken, dürfte es sich mit Fug und Recht als Deutsches Glockenmuseum bezeichnen, welches immer am 1. Samstag in einem Monat zu einem Glockenkonzert einlädt.

 

 

 

Wir hatten, zusammen mit den vielen anderen Besuchern, das große Glück an diesem Abend nicht nur mit Ekaterina Porizko, einer russischstämmigen Carillonistin mit Weltruf, sondern auch von Dekan i.R. Dieter Eisenhardt selbst, der 1986 dieses Glockenmuseum gründete und bis heute als Spiritus Rector diesem dient, begrüßt und durch das Konzert geleitet zu werden. Ob oben, in der ehemals Zwillingsstürme tragenden zweigeschossigen Glockenstube, dem eisigen Wind und direkten Schall ausgeliefert oder etwas geschützter im Kirchgarten, der Klang der unterschiedlichen Geläute ist faszinierend, als wäre man in Möhra, Worms, Heidelberg, Eisleben oder Wittenberg. Den Abschluss bildete das Große Sonntagseinläuten (Einläuten des neuen Kirchenjahres am 1. Advent, Festtagsplenum mit 19 Glocken).

 

 

Zurückgekehrt in Mössingen waren dann alle froh in der vom Holzofen schön beheizten „Weinstube im alten Stall“ von unserem Mitglied Hanne Bohn bewirtet zu werden.