Rundschreiben

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Denkmalvereinler,

 

der für den 9. Oktober 2016 geplanter Ausflug in das Freilichtmuseum Wackershofen muss leider, mangels Beteiligung, ausfallen.

 

Die Programmübersicht unseres Partnervereins Sülchgauer Altertumsverein e.V. 2/2016 finden Sie auf deren Homepage.

 

Unter Berufung auf den Zeitungsartikel von Frau Claudia Jochen und den folgenden Leserbriefen hat der Denkmalverein zwischenzeitlich bei der Denkmalbehörde einen Antrag auf Prüfung des Denkmalschutzstatus des Gebäudes in der Bahnhofstraße 11 in Mössingen gestellt. (Anmrk.d.Red.: siehe hierzu auch Susanne Wiedmann vom: 02.02.2017   26.01.2017  24.01.2017 )

 

Das Interview des neuen Baubürgermeisters in Mössingen werden die meisten gelesen haben. Der Oberbürgermeister und sein Gemeinderat haben eben jenen gewählt, der die größten Aussichten als Garant für Ihre Interessen bot. Nein, Denkmalschutz, Pflege und Erhaltung vorhandener Bausubstanz zählen dazu nicht. Außer man kann sie in Styropor einpacken. Ich sehe deshalb momentan davon ab Herrn Gönner zu uns zu einem Gespräch einzuladen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

NFT Otto

zum Thema „Bahnhofstraße 11" hier noch der Leserbrief unseres Mitglieds Herbert Spaich im Steinlachboten vom1. September 2016:

 

Susanne Wiedmann beschrieb und kommentierte, dass in Mössingen alte Häuser abgeris­sen werden.

 

Weitgefehlt

Dies ist m ein erster „Leserbrief!
Sie sehen, der „Leidensdruck“ ist hoch. Bei einem, der den Untergang des Mössinger Straßen- und/ oder Ortsbildes seit über 60 Jahren miter­leben muss: Im Karrengässle aufge­wachsen, bin ich auf dem Weg zur Gottlieb-Rühle-Schule immer ehr­fürchtig an dem Merz’sch en Park an der „Breite“ vorbei gegangen. Nicht ahnend, wie man ihn einm al ruinie­ren würde. Als während meiner Zeit als „Steinlach-Boten“-Redakteur zum Entsetzen aller das Lehrerhaus abgerissen wurde, bestand noch die Hoffnung, die Mössinger Verwal­tung und ihr Gemeinderat würden lernen, dass man so nicht mit historischer Bausubstanz um geht. Weit gefehlt: Vor den historischen Bahnhof wurde ein neues Rathaus von beeindruckender Hässlichkeit
gebaut; die „Bahnhofswirtschaft“ musste

angeblich dem Bedürfnis nach Ausweitung des angrenzenden Autohändlers weichen. Von wegen!
Gebaut wurde ein Billig-Supermarkt und ein Discounter (...) - nebst überdimensioniertem Parkplatz.
Ein Krankenhaus mit Großgarage zum Stadtmittelpunkt zu wählen, hat bereits wieder eine tragische Di­mension, die den Realitätsverlust
der Verantwortlichen unter Beweis stellt. Zumal die Architektur schrecklicher nicht sein kann: Das
inzwischen im Erdgeschoss eröffnete Cafe hat dann auch folgerichtig den diskreten Charme einer Auto­bahn-Raststätte.
Jetzt ist also das Kessler’sche Haus an der Bahnhofstraße „dran“! (...) So wird es denn weitergehen: Die al­ten Häuser an der Falltorstraße wer­den dem nächst einstürzen und so ­mit - dem Himmel sei Dank - nicht mehr zu retten sein. Auch dafür gibt es in der Mössinger Chronique scandaleuse der letzten 50 Jahre ge­nügend Beispiele.
Dass dieser unverantwortliche Raubbau auch noch von der Denk­malbehörde toleriert wird, macht doppelt wütend. Würden sich doch die Verantwortlichen an der liebevollen Pflege der städtischen Gärt­ner ein Beispiel nehmen. Aber ein
paar Beete im Kreisverkehr machen noch keine „Blumenstadt“!
Herbert Spaich, Mössingen